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16.12.2013

ForBiMed - Bayerischer Forschungsverbund: Identifikation neuer Biomarker in der Infektionsmedizin zur schnelleren Diagnose, Behandlung und Prävention von Infektionserkrankungen

Regensburg, 16.12.2013 - Trotz der Verfügbarkeit neuer Medikamente, verbesserter Antibiotika und Impfstoffe sind Infektionserkrankungen auch in modernen Industrienationen mit einer hohen Mortalitäts- und Morbiditätsrate sowie erheblichen Kosten für unser Gesundheitssystem assoziiert. Die Ursachen dafür sind vielfältig: Viele Erreger sind wandlungsfähig, entwickeln oft multiple Resistenzen gegen Antibiotika oder entziehen sich dem Zugriff von konventionell konzipierten Medikamenten und Impfstoffen. Die Biotechnologie muss permanent auf diese dynamischen Herausforderungen reagieren.

ForBIMed, ein von Prof. Ralf Wagner aus dem Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene der Universität Regensburg koordinierter Forschungsverbund  aus 11 universitären Arbeitsgruppen sowie 10  Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, neue, erreger- und wirtsspezifische Biomarker zu finden, die als Basis für neue Diagnostika, Therapeutika und Impfstoffe dienen können. Damit soll es später möglich sein, schneller zwischen bakteriellen und viralen Infektionen sowie den jeweiligen Resistenzprofilen innerhalb der Erregerklassen sowie zwischen verwandten Erregern unterscheiden zu können. Des Weiteren stellt die Charakterisierung von wirtsspezifischen Immunparametern anhand derer das Risiko einer Transplantatsabstossung oder Virus-Reaktivierung unter Immunsuppression  prognostiziert werden kann, einen wichtigen Schwerpunkt des Verbundvorhabes dar. Wichtig ist zudem die Analyse, gegen welche Stoffe Bakterien, Viren und Pilze bereits resistent sind.

Der Verbund soll zudem als Kristallisationskern genutzt werden, um den wissenschaftlichen Nachwuchs der beteiligten Institutionen im Hinblick auf die von der Industrie gewünschten Anforderungsprofile weiterzubilden. Darüber hinaus wird  durch die Interaktion der beteiligten Hochschuleinrichtungen und Industriepartner im Rahmen dieses Verbundes der Bereich der Infektionsforschung in Bayern deutlich gestärkt werden.

Akademische Partner sind 7 Lehrstühle aus der Universität Regensburg, FAU Erlangen-Nürnberg, LMU München und der TU München. Die Projekte werden seitens der Industrie durch Hyglos GmbH Bernried, NovaTec Immundiagnostika GmbH Dietzenbach, Mikrogen GmbH Neuried, Bruker Daltonik GmbH Bremen, Lophius Biosciences GmbH Regensburg, STAGE cell therapeutics GmbH München, 4SC Discovery GmbH Planegg-Martinsried, ViroLogik GmbH Erlangen, AmVac Research GmbH Martinsried und SIRION BIOTECH GmbH in Martinsried unterstützt.

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