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01.12.2012

Universität Regensburg erhält weitere Förderung durch die Bill und Melinda Gates Stiftung

Regensburg, 1.12.2012 - Weltweit 33 Millionen HIV Infizierte, 1,7 Millionen AIDS bedingte Todesfälle pro Jahr, 2,5 Millionen Neuinfektionen allein in 2011, viele davon in Kindern und Jugendlichen, das Gros der Neuinfektionen in den armen Ländern Afrikas, Lateinamerikas, Asiens und Osteuropas. Während aufgrund der Verfügbarkeit hochpotenter HIV Medikamente die Erkrankung in Mitteleuropa behandelbar geworden ist, stellt die noch immer hohe Rate an Neuinfektionen gerade die armen Länder vor immense soziale, gesellschaftliche und auch wirtschaftliche Herausforderungen, ganz zu schweigen von dem persönlichen Leid der Betroffenen und deren Familien. Die Bill und Melinda Gates Stiftung fördert seit etwa 8 Jahren über strukturierte Förderprogramme die Entwicklung eines Impfstoffes gegen die Erworbene Immunschwächeerkrankung AIDS, eine Strategie der man – trotz all der Probleme der letzten 2 Jahrzehnte auf diesem Weg – am ehesten zutraut, die Infektionsketten zu unterbrechen und der globalen Epidemie Einhalt zu gebieten. Ein Silberstreifen am Horizont zeichnet sich ab durch die Ergebnisse des sogenannten „Thai Trials“ indem durch ein Cocktail (i) eines von der Firma Sanofi Pasteur bereitgestelltes Pockenimpfvirus, das einen einen Bauplan für HIV Komponenten beinhaltet und (ii) dem Virus-Hüllprotein selbst etwa 30% der Geimpften vor HIV Infektion geschützt werden konnten.

Seit 2006 formieren sich internationale Forschungskonsortien von Wissenschaftlern und bewerben sich in kompetitiven Auswahlverfahren um die Fördertöpfe der Gates Stiftung. Die Regensburger Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Wagner konnte in den vergangenen Jahren bereits 2 mal mit internationalen Forschungskonsortien punkten und in Summe über  2 Millionen Euro an Fördermitteln für die Universität Regensburg einwerben. Die in dem Team von Wagner entwickelten Impfstoffe werden mittlerweile in klinischen Studien in Europa getestet und lösen in HIV negativen Probanden eine Immun-Abwehrreaktion aus, wie man Sie auch in denjenigen HIV Patienten findet, die eine HIV Infektion über viele Jahre kontrollieren können, ohne zu erkranken. Als Mitglied eines neuen Konsortiums um den Pharmakonzern Sanofi Pasteur strebt Wagner’s Team eine weitere Verbesserung der Impfstoffkandidaten in punkto Sicherheit und Wirksamkeit an. Dabei soll ein bereits zugelassener Gelbfieberimpfstoff die in Regensburg entwickelten und optimierten HIV Bestandteile dem Immunsystem anbieten und auf diese Weise ein immunologisches Gedächtnis etablieren, so dass der Körper für eine HIV Infektion gewappnet ist und das Virus mit geeigneten Mitteln bekämpfen und ausmerzen kann. Die Regensburger Arbeiten werden mit rund 700.000 Euro gefördert. Bereits im Frühjahr dieses Jahres wurde die Arbeitsgruppe von Prof. Wagner von der International AIDS Vaccine Initiative (IAVI) mit einem Zuschuss von 400.000 Euro für die Entwicklung einer universellen HIV Hüllprotein- Komponente ausgezeichnet, die eine Abwehrreaktion gegen eine breite Palette der natürlicherweise sehr variablen HIV Viren auslösen soll.

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